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Ahlen: Der erste Wärmepumpen-Infotag mit den neuen Förderregeln
Das war der erste Wärmepumpen-Infotag mit komplett neuen Fördermittel-Erklärungen und nur noch den GModG-Regeln. Und inklusive Thema Mehrfamilienhaus! 🚀

Premiere in Ahlen: Zum ersten Mal habe ich einen Wärmepumpen-Infotag komplett nach den neuen Förderregeln gehalten — nur noch GModG, keine Übergangs-Fußnoten mehr. Und zum ersten Mal war das Mehrfamilienhaus fester Teil des Vortrags. Ein dickes Dankeschön an die kleine Kommune Ahlen (Westfalen), die ein wirklich ganz großes Team hat.
Was ist jetzt anders? Die Stimmung.
Was mit den neuen Regeln anders ist? Gute Frage! Die Fragen des Publikums sind die gleichen. Aber die Stimmung ist anders: Durch die Degression versteht jetzt auch der Letzte, dass man sich JETZT darum kümmern muss und nicht ein halbes Jahr warten kann.
Kurz zu den Fakten: Die Grundförderung von 30 Prozent für klimafreundliche Heizungen bleibt. Zusätzliche Zuschüsse werden künftig stärker nach Einkommen und Familiensituation gestaffelt, die maximal förderfähigen Investitionskosten sinken von 30.000 auf 28.000 Euro je Wohneinheit. Nach der Förderzusage bleiben weiterhin 36 Monate Zeit für den Heizungstausch — und wer schon eine Bewilligung hat oder fristgerecht beantragt hat, ist von den Änderungen nicht betroffen.
Neu waren in dieser Hitzewelle auch die Fragen zum Kühlen mit der Wärmepumpe 😰 und zur Kombination von Hydraulik mit Luft-Luft-Systemen.
Zweiter Infotag in Ahlen — und der Saal war wieder gut gefüllt
Schon die Premiere im vergangenen November hat den Ratssaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Befragung danach ergab: 96 Prozent der Teilnehmenden hielten eine Wärmepumpe grundsätzlich auch für ihr eigenes Gebäude für geeignet — und ebenso viele wollten konkrete nächste Schritte gehen. Beim zweiten Infotag ging es nun um genau diese nächsten Schritte: Fachvortrag, Beratungsmarathon mit örtlichen Heizungsfachbetrieben und der Verbraucherzentrale NRW, dazu die kommunale Wärmeplanung, die Ahlen schon im dritten Quartal 2027 abschließen will — deutlich vor der gesetzlichen Frist.
Bürgermeister Matthias Harman hat die Verunsicherung vieler Hausbesitzer:innen gleich in seiner Begrüßung aufgegriffen: „Unser Ziel ist es nicht, jemanden von einer bestimmten Technik zu überzeugen. Unser Ziel ist es, Orientierung zu geben. Denn gute Entscheidungen trifft man am besten auf der Grundlage guter Informationen." Genau so ist es. Und die Zahlen geben Mut: 86 Prozent der Gebäude sind schon heute mit nur wenigen Dämmmaßnahmen für eine Wärmepumpe geeignet.

„Nach dem letzten Wärmepumpen-Infotag hatte ich für ein halbes Jahr Aufträge"
Mein Lieblingsmoment kam am Rand: Der Heizungspartner, der mich nicht nur an diesem Tag, sondern auch schon im November zum Bahnhof gefahren hat, meinte nur trocken: „Nach dem letzten Wärmepumpen-Infotag hatte ich für ein halbes Jahr Aufträge." 😃
Seine neuen Kunden bekommen weniger Fördermittel. Aber ich möchte wetten, dass auch sie keinen weiteren Winter mit Gas heizen.
Danke an das große Team der kleinen Kommune Ahlen
Ein dickes Dankeschön an Klaudia Froede, Leiterin der Stabsstelle für Klimaschutz und Mobilität („Für jedes Haus und jede Lebenssituation gibt es eine passende Wärmepumpe"), an Linda Sauer aus der Stabsstelle Klimaschutz und an Bürgermeister Matthias Harman. Danke auch an die örtlichen Heizungsfachbetriebe und die Verbraucherzentrale NRW für den Beratungsmarathon im Foyer des Rathauses. Und ein Shoutout an Jan Karwatzki und Leila Morgenroth für den total netten Stopover in Hamm — wann sehen wir uns schon mal live?!
JEDE kleine Kommune kann das
JEDE kleine Kommune kann einen großen Wärmepumpen-Infotag auf die Beine stellen. Bewerbt euch hier.
